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10 Gesetze des Netzwerkes
Auch die «Initiative für ein freies, sakramental, anthroposophisch vertieftes Christ-Sein» arbeitet als Netzwerk. Deshalb und dazu die NETZPRINZIPIEN :
Michael Gleich
Ein Netz ist die Verbindung vieler Lebewesen zu einer. neuen, funktionierenden Einheit. Lebewesen sind die Knoten eines Netzes. Es besitzt Eigenschaften, die auf der Ebene seiner Knoten noch nicht existieren. Diese neuen Qualitäten entstehen durch die Zahl und die Anordnung der Knoten und vor allem durch die Interaktion zwischen ihnen.
Netzgesetz Nr. 1: Komplexität Lebende Netze bestehen aus vielen Komponenten, die untereinander agieren und reagieren. Auf Impulse von außen antworten, aufgrund der Verflechtung nicht einzelne Knoten, sondern ein ganzes Ensemble. Dadurch lässt sich das Verhalten eines Netzes schwer voraussehen und kontrollieren.
Netzgesetz Nr. 2: Nichtlinearität Aufgrund von zahlreichen inneren Wechselwirkungen zeigen Netze nichtlineares Verhalten, das heißt, Ursachen und Wirkungen stehen nicht in proportionalem Verhältnis. Durch positive Rückkopplung können sich kleine Ereignisse folgenreich aufschaukeln.
Netzgesetz Nr. 3: Emergenz Das ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Dieses „Mehr"; die neue Qualität, entsteht durch die jeweilige Art der Vernetzung. Sie erzeugt höhere Komplexität aus vielen einfachen Komponenten. So wächst das Einzelne über sich selbst hinaus. Mehr ist anders. ,.:
Netzgesetz Nr. 4: Lernfähigkeit Netze sind in der Lage, ihre Stabilität zu bewahren, während sie auf Veränderungen und Impulse der Umwelt reagieren. Bei Störungen von außen verändern sie das Muster ihrer Verschaltung. Je komplexer, desto mehr Optionen für den Wandel.
Netzgesetz Nr. 5: Selbstorganisation Komplexe, nichtlineare Systeme können sich aus eigener Kraft strukturieren und Stabilität gewinnen. Die interagierenden Elemente handeln nach einfachen Regeln und erschaffen dabei aus Chaos Ordnung, ohne eine Vision von der gesamten Entwicklung haben zu müssen.
Netzgesetz Nr. 6: Chaos Lebende Netze bewegen sich in einem kritischen Phasenübergang zwischen Chaos und Ordnung. Dort finden sie Kreativität und Stabilität in optimaler Mischung. Am Rande des Chaos ringen sie um ein Fließgleichgewicht, das innovationsfeindliche Erstarrung ebenso hindert wie krisenanfällige Anarchie.
Netzgesetz Nr. 7: Robustheit Rechnen, Denken und Handeln verteilen sich in Netzen auf eine Vielzahl von Komponenten. Wichtige Funktionen sind redundant, das heißt mehrfach angelegt. Versagt ein Teilsystem, springen andere ein. Das System duldet kleine Fehler, um große zu vermeiden.
Netzgesetz Nr. 8: Symbiosen Bündnisse zu wechselseitigem Nutzen sind eine Form von Vernetzung, bei der die Partner gemeinsam gewinnen und verlieren, gleichzeitig lernen und lehren. Symbionten können aber auch zu Parasiten werden und umgekehrt. Das Auftreten von Schmarotzern stimuliert oft eine Koevolution von Fortschritten.
Netzgesetz Nr. 9: Diversität Netze vereinen die verschiedensten Varianten, Charaktere, Funktionen, ohne deren Unterschiede zu nivellieren. Hohe Vielfalt erschafft ein Mehr an Möglichkeiten, flexibel auf Umweltveränderungen zu reagieren.
Netzgesetz Nr. 10: Small World Obwohl selbstorganisiert, verknüpfen sich lebende Netze nicht nach dem Zufallsprinzip. Sie zeigen immer ähnliche Muster: Eine kleine Zahl von Knoten ist hochgradig, der überwiegende Teil gering vernetzt. Die inhomogene Struktur wirkt stabilisierend, denn zufällige Ausfälle treffen mit hoher Wahrscheinlichkeit gering vernetzte Knoten. Das System funktioniert weiter.
Michael Gleich im Buch „Web of Life" (2002), nach http://beat.doebe.li/bibliothek/w00029.html Aus: Rundbrief Dreigliederung Nr. 3 / 2004 der Initiative Netzwerk Dreigliederung Siehe diese und zum anthroposophischen Sozialimpuls http://www.sozialimpulse.de Christoph Strawe, mailto:netzwerk@sozialimpulse.de
Siehe auch : Netzwerk ?! / Forum Kultus / Freie christliche AG / Gemeinschaft Freier Christen !
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